Landlust – Landfrust 27.10.2017

Lernen auf dem Land: Grundschulen im Kreis Gießen

 

 

 

Am 13.und 14. September 2017 ist Oliver Steller Gast in der Evangelischen Grundschule Freienseen.

Oliver Steller, Musiker, Gitarrist und Sänger mit einer großen Liebe zur Poesie vertont Gedichte. Wenn er mit seiner Gitarre Frieda spielt, singt und rappt, zaubert und Quatsch macht, leben Gedichte auf und zeigen, was sie können. Von ihm vorgetragen und gesungen bringen sie Poesie in den Alltag und wecken Freude an der Sprache.

Herr Steller wird mit einigen Kindern der Evangelischen Grundschule ein Programm erarbeiten.

Wir laden Sie ein zu einem Abend voller Poesie am Donnerstag, den 14. September um 18 Uhr in die Evangelische Grundschule Freienseen. Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Laubach 08.05.2017

Martin Luther mit Kinderaugen gesehen (Gießener Anzeiger)

 

THEATER Freienseener Grundschüler zeigen eigenes Stück

FREIENSEEN – (ja). 500 Jahre Martin Luther – das Reformationsjubiläum hat auch die evangelische Grundschule Freienseen erreicht. Die Schülerinnen und Schüler bei beiden oberen Stammgruppen hatten ein Theaterstück ausgearbeitet und eigene Texte geschrieben. Schulleiterin Eva Walldorf und Doris Kuhl hatten das Thema Luther im Religionsunterricht besprochen und den Rahmen zu dem Theater gegeben. Am Freitagnachmittag war es dann soweit, die rund 50 Kinder gingen 500 Jahre in der Zeitgeschichte zurück.

Zwei Kinder sprachen über die Konfirmation und Kommunion und konnten sich nicht erklären, warum es die evangelische und katholische Religion gibt. Da meldete sich eine alte Schreibfeder, die Luther ein Wegstück begleitet hatte, zu Wort.

Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren. Er besuchte die Magdeburger Domschule. Später studierte er in Erfurt Jura. Er hatte Angst vor seiner Mutter, Hexen, Krankheiten und vor allem vor Gott. Am 2. Juli 1505 war er auf dem Rückweg von seinen Eltern nach Erfurt, als ihn ein Gewitter überraschte. Er geriet in Todesangst und rief die Heilige Anna an: „Hilf du, heilige Anna, ich will ein Mönch werden!“ So kam es: Luther trat als Mönch in den Augustinerorden in Erfurt ein. 1507 wurde Luther Priester. Er ging an die neu gegründete Universität in Wittenberg und studierte dort Theologie. 1512 wurde er zum Doktor der Theologie ernannt und durfte nun selbst Vorlesungen halten. Beliebt beim Volk war der Kauf von Ablassbriefen. Der Ablasshandel wiederstrebte Luther, hatte er doch in der Bibel gelesen, dass Gott alle Menschen liebe. In der Folge machte er mit seinen 95 Thesen anno 1517 Furore und Rom wurde auf ihn aufmerksam.

1521 wurde er zum Kaiser nach Worms beordert und sollte seine Lehren widerrufen. Er weigerte sich und wurde für „vogelfrei und rechtlos“ erklärt. Aber Luther hatte einen Fürsprecher. Der Kurfürst von Sachsen, Friedrich der Weise, organisierte eine Gefangennahme und Martin Luther wurde auf die Wartburg bei Eisenach gebracht.

Dort übersetzte er die Bibel ins Deutsche. Zuvor war die Sprache der Kirche Latein. Während seiner Wartburgzeit nannte Luther sich Junker Jörg. Weil er den Bauern Mut zusprach, kam es zu Konflikten, die auch mit Waffen ausgetragen wurden. Dies war nicht in Luthers Sinn, doch stellte er sich auf die Seite der Fürsten, denn auch seine Weltordnung geriet aus den Fugen. Durch den Umbruch des sozialen Gefüges, den seine Schrift eingeleitet hat, wünschte er sich, die katholische Kirche zu reformieren. Da dies nicht klappte, entstand schließlich eine neue Kirche.

Ganz viel Applaus gab es für die Kinder, die sich sehr anschaulich mit der Geschichte auseinandergesetzt hatten.